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Sexualerziehung

Woher kommen die Babys? Warum sieht mein Bruder anders aus als ich? Solche Fragen können einen regelmäßig verunsichern. Kinder fangen schon im Vorschulalter an, sich mit Körper und Fortpflanzung auseinander zu setzen. Wenn man die richtige Antwort nicht gleich parat hat, ist das nicht schlimm. Erwachsene können ruhig zugeben, dass sie selbst noch mal nachdenken müssen. 

Eine gute Sexualerziehung gibt Kindern einen Leitfaden für ihr späteres Liebesleben an die Hand. Schule und Medien können diese Aufgabe nicht alleine übernehmen, auch die Eltern sind gefragt. In einer Befragung der Zeitschrift Eltern Family, durchgeführt vom Forschungsinstitut Iconkids & Youth im Jahr 2008, kam heraus:

  • Über die Hälfte aller 6 bis 7 jährigen Mädchen und Jungen sagt, sie wissen nicht, wie ein Baby entsteht
  • 84% der 6 bis 7 jährigen Jungen sagen zu der Aussage, dass Mädchen ab der Pubertät ihre Periode bekommen, weiß nicht bzw. stimmt nicht.
  • Über zwei Drittel der 8 bis 9 jährigen sagen sie wissen nicht, was bei einem Samenerguss passiert.

Die Befragung zeigt auch, dass die Kinder gerne mehr über diese Themen wissen würden. Rund 70% der Mädchen und die Hälfte der Jungen gibt an, dass sie mehr über ihren Körper wissen wollen. Etwa genauso viele wollen mehr über Gefühle wissen und darüber, warum Liebe schön sein kann!

Neben einem Schutz vor Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten wirkt eine stärkende Sexualaufklärung auch präventiv gegen sexuellem Missbrauch. Informierte Kinder können sich besser wehren.

Grundsätzlich gilt: wenn Kinder nach bestimmten Dingen fragen, sind sie auch alt genug, die Antwort zu hören. Natürlich sollte man die Antwort aber altersgerecht formulieren und abwarten, ob das Kind wirklich mehr zu dem Thema hören möchte.

 

 

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