Social Networks

Eine aktuelle Studie zum Internetverhalten von Kindern hat ergeben: Jedes zehnte Kind zwischen 6 und 13 Jahren hat online schon mal eine Person „getroffen“, die ihm unangenehm war.

Wenn man die Kinder fragt, wo das passiert ist, sagen:

  • 32% auf Facebook,
  • 19% auf SchülerVZ,
  • 16% irgendwo beim chatten.

Das heißt, viele Kinder, und natürlich auch Jugendliche, haben schon die Erfahrung gemacht, im Internet beleidigt, gemobbt oder sexuell belästigt worden zu sein.

Häufig sind das Menschen, die man kennt, aus der eigenen Klasse oder aus der Nachbarschaft. Manchmal sind das aber auch ganz fremde Menschen, die einem schaden wollen.

Dass das am häufigsten in Social Networks und Chatrooms passiert, ist nicht verwunderlich, denn das sind natürlich genau die Orte, wo man mit Freunden und Fremden in Kontakt kommen kann. Und manchmal ist dieser Kontakt dann auch nicht so nett.

Deshalb ist es wichtig, dass du dir überlegst, wie du dich im Internet anderen zeigen willst und was du von dir preis gibst!

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Tipps für Soziale Netzwerke

  • Soziale Netzwerke sind private Firmen, die ihr Geld größtenteils mit Werbung und dem Verkauf von Daten verdienen. Diese Daten (wen du kennst, was du dir anguckst, was du gut findest) werden an Werbefirmen verkauft, die dann in großem Umfang Nutzerprofile erstellen. Außerdem werden alle deine Einträge, Posts und Chatprotokolle aufgezeichnet und gespeichert. Darüber hinaus sind fast alle Netzwerke regelmäßig mit Datenschutz-Skandalen in der Presse.
  • Informiere dich über Datenschutz und AGB’s des Netzwerkes, bevor du dir ein Profil einrichtest. Social Networks möchten von dir möglichst viele Daten einsammeln, um sie zu verkaufen. Wenn du nicht aufpasst, gibst du mehr von dir preis, als dir lieb ist. Wenn facebook dich bei der Anmeldung fragt, ob du ‚Freunde finden‘ willst, heißt das zum Beispiel, dass das Adressbuch deiner E-Mailadresse ausgelesen wird und alle eine Einladungsmail für facebook bekommen.
  • Überlege dir, ob du wirklich ein Profil mit deinem echten Namen anlegen möchtest. Social Networks fordern dich natürlich dazu auf, deinen echten Namen zu verwenden. Das hat auch Vorteile, weil dich Freundinnen/Freunde dann übers Internet finden können. Wenn du ein Profil unter deinem echten Namen einrichtest, solltest du besonders sparsam mit deinen privaten Informationen umgehen.
  • Sei sparsam mit deinen privaten Daten. Adresse und Telefonnummer gehören nicht ins Profil. Genauso wenig Mailadresse oder Messenger-Adressen. Auch nicht Daten, aus denen man sich zusammenlesen kannst, wer du bist. Wenn du deine Schule, deinen Sportverein, die Straße in der du wohnst und deine Haarfarbe angibst, reicht das vielleicht schon, um heraus zu finden, wer du bist.
  • Überlege dir, wer deine Netz-FreundInnen sind, also wen du in deiner Freundschaftsliste haben willst und wen nicht. In den meisten Netzwerken kannst du deine Freundinnen/Freunde in verschiedene Gruppen einteilen. Je nach Gruppe (FreundInnen, Familie, Bekannte) kannst du bestimmen, wer was sehen darf. Wenn du 127 Freunde in deinem Profil hast und die und deren FreundInnen alles sehen dürfen, was du postest, dann ist das fast genauso, als würdest du dein Profil öffentlich stellen.
  • Informiere dich genau über die Privatsphäre-Einstellungen deines Profils. In den meisten Netzwerken kannst du einstellen, wer was von deinem Profil sehen kann. Bei facebook kannst du zum Beispiel entscheiden, ob dein Profil für alle, für Freunde und deren Freundinnen/Freunde oder nur für deine Freundinnen/Freunde zu sehen sein soll. Allgemein gilt: Je öffentlicher deine Profileinstellungen, desto weniger solltest du über dich preisgeben. Wenn du die Einstellung ‚öffentlich‘ wählst, solltest du nur Sachen in dein Profil oder auf deine Pinnwand schreiben, die du auch auf der Homepage deiner Schule veröffentlichen würdest.
  • Beachte das Urheberrecht wenn du Sachen postest, die meisten Fotos, Filme und Songs sind geschützt. Wenn du nicht weißt, ob ein Bild, Song oder Film urheberrechtlich geschützt ist (das heißt, die Person, die das Werk produziert hat, kann bestimmen, was damit passiert ist), solltest du es nicht auf dein Profil stellen
  • Stelle nicht unbedacht Fotos von dir oder anderen ins Netz. Mit deinem Foto kann man ein gefälschtes Profil von dir ins Netz stellen und Unsinn verbreiten, oder man kann deinen Kopf ganz leicht mit Photoshop in ein anderes Bild einfügen, zum Beispiel ein Porno-Bild. Wenn es dir wichtig ist, ein Foto von dir ins Profil zu stellen, kannst du deinen Hut tief ins Gesicht ziehen und dir einen Schal umlegen oder nur einen Teil deines Gesichts ausschneiden. Dann ist es viel schwieriger, das Bild für was anderes zu verwenden. Einmal im Netz von dir verbreitete Bilder kann man nur schwer oder gar nicht wieder löschen.
  • Check regelmäßig deine Daten, indem du deinen Namen selbst googlest.